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Themenübersicht

NORDFRIESLAND SÜDTONDERN LECK
Nordfriesland nach oben


Nordfriesland war bis zur Wende, als Teil Schleswig-Holsteins, stark in die militärischen Planungen eingebunden.

Alle drei Waffengattungen hatten Liegen-
schaften mit entsprechenden Versorgungs-
anlagen weiträumig im Lande verteilt. Die Fliegenden Verbände wurden recht früh aus dem "Verkehr" gezogen und die Versorgungs-
einrichtungen schmelzen auch in den nächsten Jahren weiter ab.

Umstrukturierung und Zentralisierung, sowie die finanziellen Zwänge im Verteidigungsetat, bestimmen heute die Standortfrage. Husum und Stadum/Leck blieben erhalten und wurden Schwerpunktstandorte.

Hier sind inzwischen neue Verbände nachgerückt, befinden sich im Aufbau oder haben diesen bereits abgeschlossen
Südtondern nach oben


Wo war Südtondern?

Die politische Geschichte Nordfrieslands war bis zum Jahr 1864 eng mit der des Königreiches Dänemark und des Herzogtums Schleswig verbunden.

Im Jahr 1867 wurde Schleswig-Holsteins ein Teil Preußens. Die Verwaltung an der Westküste nördlich der Eider gliederte sich in die Kreise Eiderstedt, Husum und Tondern. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es im Jahr 1920 eine Volksabstimmung über die Gebietzugehörigkeit Tonderns. Als Ergebnis dieser Volksabstimmung wurde der Kreis Tondern geteilt. Nordtondern kam an Dänemark, Südtondern verblieb bei Schleswig-Holstein.

Im Rahmen der Kreisreform in Schleswig-Holstein wurden 1970 die 3 Landkreise Eiderstedt, Husum und Südtondern zum neuen "Kreis Nordfriesland" mit Sitz in Husum vereinigt. Der dänische Teil Nordfrieslands wird heute als Dänisch-Friesland bezeichnet.
Leck nach oben


Leck, wo liegt das? Das fragten sich viele Soldaten, die nach ihrer Grundausbildung Richtung Norden in Marsch gesetzt wurden. Fangen wir also von vorne an.

In den 30er Jahren war Leck ein Marktflecken und Viehhandelszentrum. Als die Aufrüstung des 3.Reiches Formen annahm, die die Vorbereitung für einen vernichtenden Waffengang erahnen ließ, entdeckte man auch das flache Land in Küstennähe als Sprungbasis für Angriffe gegen das Britische Mutterland. Unter strengster Geheimhaltung wurde der Flugplatz Leck in der typischen Form (Dreiecksbahn) errichtet und bis zum Zusammenbruch 1945 weiter ausgebaut und verbessert.

Was danach kam ist allen hinreichend bekannt. Nach der Sprengung der milit. Anlagen 1948 wurde der Platz an die Oberfinanzdirektion zurückgegeben.

Mit dem Aufbau der Bundeswehr wurde auch der alte Flugplatz Leck zum zweiten mal Luftwaffenstandort. Der Ort blühte wirtschaftlich auf und erwachte aus seinem "Dornröschenschlaf".

Die Einwohnerzahl stieg auf ca 7.000 an. Wohnungen wurden gebaut, rundum eine blühende Gemeinde. Nach der Wende, dann der Schock. Die Auflösung des AufklG 52 war beschlossene Sache, nur die Betroffenen, vorne weg der Kommodore, erfuhren es erst aus der Zeitung. Halbherzige Proteste halfen nichts. 1993 war dann "Zapfenstreich".

Dann die erlösende Nachricht, Leck bleibt als Luftwaffenstandort erhalten. Viele Jahre der Ungewissheit folgten trotzdem, den eine Reform der Bundeswehr jagte die andere. Blieb, die inzwischen eingetroffene FlaRakgrp 39, die spätere FlaRakGrp 11? Nun, im Jahre 2005, soll es wohl doch zu einer Standortsicherung kommen. Inzwischen wurde die FlaRakGrp 25 neu aufgestellt und fest in Stadum/Leck etabliert.

Seit langem leerstehende Wohnungen werden wieder von Soldatenfamilien bezogen und man sieht wieder neue junge Gesichter in unserer Gemeinde. Auch für uns "Ehemaligen" bedeutet es eine gesicherte Zukunft, denn ohne hauseigenen Verband können wir uns nur sehr schlecht in die Reservistenarbeit einbringen.
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